Taufe & Mitgliedschaft

1. Nach unserem Verständnis des Neuen Testamentes gilt die Aufforderung zur Taufe den Menschen, die durch Gottes Geist zur Umkehr gerufen wurden und in eigenverantwortlicher Entscheidung ihr Leben der Herrschaft Jesu Christi unterstellen. Die Taufe setzt den persönlichen Glauben an den Sohn Gottes, den Retter und Herrn der Welt voraus; der Glaube gehört konstitutiv zur Taufe ( Mt 28,19; Mk 16,16; Apg 2,37; Apg 22,16; Apg 8,36; Röm 3,6).

2. Das Neue Testament spricht von der Taufe aufgrund der persönlichen Glaubensentscheidung zum einen im Zusammenhang mit der Einladung zur Umkehr, zum anderen auch in Verbindung seines Zeugnisses vom Wesen der Gemeinde, ihrer Seelsorge und ihrem Leben. Die Taufe betrifft deshalb nicht nur den einzelnen glaubenden Menschen, sondern immer auch die Gemeinde, in die hinein er getauft wird. Mit der Taufe läßt sich der glaubende Mensch als Glied am Leib Christi zugleich in die Gemeinschaft einer Ortsgemeinde eingliedern. Die Taufe ist Teil des Bandes, durch das die einzelnen Glieder zu einer Gemeinde verbunden werden ( Eph 4,5 ). Wir achten es nicht gering, daß Gott uns mit der Taufe ein Zeichen gegeben hat, das einen geistlichen Vorgang äußerlich sichtbar abbildet; dem wollen wir mit unserer Tauf- und Aufnahmepraxis entsprechen.

3. Wir begegnen den Christen anderer Kirchen mit Liebe und geistlichem Respekt, weil sie wie wir durch Gottes Gnade Glieder am universalen Leib Jesu Christi sind. Das begründet unsere Gemeinschaft untereinander und drückt sich auch darin aus, daß wir andere Christen einladen, das Abendmahl mit uns zu feiern.

4. Nach unserem Verständnis des biblischen Zeugnisses gehören Glaube, Taufe und Gemeindemitgliedschaft zusammen. An diese Aussage der Heiligen Schrift wissen wir uns gebunden (Apg 2,41; 1. Kor 12,13 ).

5. Wir messen der Taufe keine heilsnotwendige Bedeutung zu. Deshalb können wir tiefe geistliche Gemeinschaft mit allen Christen erleben.